Corporate Design System: Die 10 wichtigsten Elemente für Unternehmen (2026)

Ein Corporate Design sieht nicht nur gut aus – es muss funktionieren. Und zwar nicht nur einmal, sondern jeden Tag, über Jahre hinweg, in Website, Ads, Sales-Unterlagen und im Produkt. Genau dafür gibt es ein Corporate Design System: ein klarer Baukasten aus Regeln, Komponenten und Vorlagen, der Teams schneller macht und die Marke konsistent hält. In diesem Artikel erfährst du, was ein Corporate Design System wirklich ist, welche Elemente dazugehören und wie du es so aufbaust, dass es für Unternehmen (vor allem Tech & SaaS) skalierbar wird.
Was ist ein Corporate Design System? (Definition, die wirklich hilft)

Ein Corporate Design System ist kein „Design-Projekt“, sondern ein visueller Baukasten.

Es besteht aus:

  • klaren Regeln,
  • wiederverwendbaren Elementen,
  • Templates,
  • und Guidelines,

…damit dein Unternehmen in jeder Situation konsistent wirkt.

Das Ziel ist nicht „schöne Gestaltung“, sondern:

  • Wiedererkennbarkeit,
  • Vertrauen,
  • Effizienz,
  • und Skalierbarkeit.

Ein Corporate Design System beantwortet im Alltag Fragen wie:

  • Welche Farben dürfen wir verwenden?
  • Welche Schriftgrößen sind für Headlines vorgesehen?
  • Wie sehen Social Posts aus, ohne dass jedes Mal neu gestaltet werden muss?
  • Wie wirken Website, Pitch Deck und Produkt aus einem Guss?
Corporate Design System vs. Brand Design vs. Designsystem: Was ist der Unterschied?

Diese Begriffe werden oft durcheinandergeworfen.

Corporate Design System

  • visuelles System für Marke und Kommunikation
  • Website, Marketing, Sales, Employer Branding, Dokumente

Brand Design

  • oft stärker emotional/strategisch geprägt
  • definiert „Look & Feel“ und Markencharakter

Designsystem (UI/Produkt)

  • Komponenten und Patterns für digitale Interfaces
  • Buttons, Inputs, Cards, States, Layouts

Für Tech-Unternehmen ist der Sweet Spot:
Corporate Design System + UI Designsystem müssen zusammenpassen.
Dann wirkt das Produkt wie eine natürliche Verlängerung der Marke.

Warum ein Corporate Design System für Unternehmen so wichtig ist

Viele Unternehmen haben ein Corporate Design, aber kein System.

Das führt zu typischen Problemen:

  • jeder baut neue Varianten,
  • Farben und Typografie driften auseinander,
  • Präsentationen sehen je nach Team komplett unterschiedlich aus,
  • Social Content wirkt unprofessionell,
  • Marketing wird langsamer,
  • die Marke verliert über Zeit an Qualität.

Ein System sorgt dafür, dass:

  • Teams schneller arbeiten,
  • Design konsistent bleibt,
  • Qualität stabil bleibt,
  • und die Marke langfristig wächst.
Die 10 wichtigsten Elemente eines Corporate Design Systems

Ein Corporate Design System sollte mindestens diese Elemente enthalten:

1) Logo-System

  • Primary Logo
  • Secondary Logo
  • Icon/Signet
  • Favicon/App-Icon
  • Schutzraum und Mindestgrößen
  • Farbvarianten (hell/dunkel, SW)

2) Typografie-System

  • Primary Font / Secondary Font
  • Headline- und Text-Hierarchie
  • Größen, Zeilenhöhen, Spacing
  • Regeln für Web und Print
  • Fallback Fonts

3) Farbsystem (Brand + UI + Accessibility)

  • Primärfarben
  • Sekundärfarben
  • Neutralfarben
  • UI Colors (Success/Warning/Error)
  • Kontrastregeln (WCAG)

4) Grid- & Layout-System

  • Raster (z. B. 12-Spalten)
  • Spacing Scale
  • definierte Layoutblöcke
  • Regeln für Content-Hierarchie

5) Formensprache & Brand Assets

  • Shapes
  • Patterns
  • Gradients
  • Linien/Flächenlogik
  • Hintergrundsystem

6) Icon-System

  • Stil (outline/filled)
  • Strichstärke
  • Eckenradius
  • Größenraster
  • Regeln für Einsatz

7) Bildwelt / Illustration / Motion

  • Foto-Stil
  • Bildbearbeitung (Colorgrading)
  • Illustration-Stil
  • Motion-Prinzipien (wenn relevant)

8) Komponenten für Kommunikation

  • definierte Bausteine für wiederkehrende Inhalte
  • z. B. Hero-Bereich, Feature-Karten, Testimonials
  • damit Website und Marketing konsistent bleiben

9) Templates & Vorlagen

  • Präsentation (Pitch/Sales)
  • Social Templates
  • Doc Templates
  • Recruiting Assets
  • Event Assets

10) Corporate Design Guidelines

  • Regeln, Do’s & Don’ts
  • Beispiele für Anwendungen
  • klare Export-Regeln
  • Zugriff und Verantwortlichkeiten

Wenn diese 10 Elemente stehen, ist deine Marke in der Lage, sauber zu skalieren.

Corporate Design Guidelines: Wie ausführlich müssen sie sein?

Viele Unternehmen machen Guidelines zu groß.

Die beste Guideline ist:

  • so kurz wie möglich,
  • so konkret wie nötig.

Eine gute Struktur ist:

1) Logo

  • Versionen, Schutzraum, Mindestgrößen, Beispiele

2) Farben

  • Codes, Kontrastregeln, Einsatzbeispiele

3) Typografie

  • Hierarchie, Styles, Beispiele

4) Layout & Komponenten

  • Raster, Spacing, Content-Blöcke

5) Bildwelt & Icons

  • Regeln + Do’s & Don’ts

6) Templates

  • Slides, Social, Docs (inkl. Regeln)

Je mehr Teams mit dem Design arbeiten, desto wichtiger sind Guidelines.
Aber: lieber 20 klare Seiten, als 120 Seiten, die niemand nutzt.

Corporate Design System erstellen: Der Prozess in 5 Schritten

So entsteht ein System, das nicht nur „schön“, sondern nutzbar ist:

1) Audit & Analyse

  • Was existiert schon?
  • Wo bricht es?
  • Welche Touchpoints sind kritisch?

2) Design Direction

  • visuelle Prinzipien definieren
  • klare Stilrichtung entscheiden

3) Systembau

  • Logo, Typo, Farben, Layout
  • Assets und Komponenten erstellen

4) Anwendung & Testing

  • Website-Sections
  • Slides
  • Social Templates
  • ggf. Produkt-Screens (Tech/SaaS)

5) Guidelines & Übergabe

  • Figma Library
  • Export-Pakete
  • Rules + Templates
  • Ownership definieren (wer pflegt es?)
Typische Fehler beim Aufbau eines Corporate Design Systems
  1. System wird nicht getestet
    Es sieht gut aus, bricht aber in echten Use Cases.
  2. Nur ein „PDF“, aber keine Templates
    Teams müssen trotzdem alles neu bauen.
  3. Farben/Typo nicht digital gedacht
    Accessibility, Dark Mode, UI States werden vergessen.
  4. Zu viel Freiheit ohne Regeln
    Dann driften Assets auseinander.
  5. Keine Pflege eingeplant
    Ohne Betreuung verwässert jedes System.
Corporate Design System Checkliste: Ist dein Unternehmen „system-ready“?

Wenn du mindestens 3 Punkte mit „ja“ beantwortest, brauchst du ein System:

  • Unsere Marke wirkt auf Website, Slides und Social unterschiedlich.
  • Es gibt kein klares Farb- und Typografie-System.
  • Teams erstellen ständig neue Varianten.
  • Wir wachsen und brauchen mehr Output in Marketing.
  • Unser Produkt wirkt nicht wie Teil der Marke.
  • Wir verlieren Zeit durch Abstimmung und Improvisation.
  • Unsere Assets sehen je nach Person unterschiedlich aus.
Fazit: Ein Corporate Design System ist ein Skalierungshebel

Ein Corporate Design System sorgt dafür, dass dein Unternehmen:

  • schneller kommuniziert,
  • konsistent wirkt,
  • professioneller wahrgenommen wird,
  • und über Jahre Markenstärke aufbaut.

Und genau das ist der Unterschied zwischen:
„Wir haben ein Design“
und
„Wir haben eine skalierbare Marke“.

Wenn du willst, analysiere ich dein Corporate Design System in einem Quick-Audit

Wenn du möchtest, schaue ich mir deinen aktuellen Markenauftritt an und gebe dir eine klare Einschätzung:

  • Welche System-Elemente fehlen bei euch?
  • Wo entsteht aktuell Brand Drift?
  • Welche Templates würden euch sofort Zeit sparen?
  • Wie kann man Marke und Produkt konsistent verbinden?

👉 Schreib mir oder sichere dir einen Termin – dann bekommst du Klarheit.

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