Was ist Corporate Design? (und warum es viel mehr ist als Logo + Farben)
Viele Unternehmen denken bei Corporate Design an: Logo, Farben, Schriften – fertig.
Aber Corporate Design ist eigentlich das visuelle Betriebssystem deiner Marke.
Es sorgt dafür, dass dein Unternehmen überall konsistent wirkt:
- Website und Landingpages
- Social Media und Ads
- Präsentationen und Pitch Decks
- E-Mail-Signaturen und Dokumente
- Recruiting und Employer Branding
- Produktoberflächen (bei Tech/SaaS besonders wichtig)
Corporate Design ist dann gut, wenn es nicht bei „sieht gut aus“ endet, sondern:
- Vertrauen aufbaut
- Wiedererkennung schafft
- Teams schneller arbeiten lässt
- Wachstum unterstützt
Corporate Design vs. Corporate Identity: Wo ist der Unterschied?
Diese Begriffe werden oft verwechselt.
Corporate Identity ist das gesamte „Wer sind wir?“
- Werte
- Kultur
- Tonalität
- Verhalten
- Kommunikation
Corporate Design ist der visuelle Teil davon.
Also das, was man sieht:
- Logo-System
- Typografie
- Farben
- Layouts
- Bildwelt
- Templates
- Guidelines
Kurz:
Corporate Identity ist die Persönlichkeit.
Corporate Design ist das visuelle Erscheinungsbild dieser Persönlichkeit.
Warum Corporate Design für Unternehmen heute so entscheidend ist
Corporate Design wirkt auf drei Ebenen:
1) Vertrauen
Menschen entscheiden in Sekunden, ob sie etwas als professionell wahrnehmen.
Ein hochwertiges Corporate Design macht dein Unternehmen sofort glaubwürdiger.
2) Conversion
Wenn Design klar und konsistent ist, wirken Angebote verständlicher und hochwertiger.
Das führt zu besseren Ergebnissen in:
- Lead-Generierung
- Sales-Prozessen
- Produkt-Demos
- Recruiting
3) Skalierung
Wenn du wächst, brauchst du Systeme.
Ohne Corporate Design System entsteht Chaos:
Jeder baut seine eigenen Farben, Schriften, Layouts.
Das kostet Zeit, Geld und Markenstärke.
Was gehört zu einem Corporate Design? (die wichtigsten Bestandteile)
Ein modernes Corporate Design besteht nicht nur aus einem Logo, sondern aus einem System.
Diese Elemente gehören typischerweise dazu:
1) Logo-System
- Primary Logo
- Secondary Logo
- Icon/Signet
- Favicon/App-Icon
- Schutzraum, Mindestgrößen
- Farbversionen (hell/dunkel, schwarz/weiß)
2) Typografie-System
- Primary Font / Secondary Font
- Hierarchie (Headline, Subline, Text)
- Regeln für Web & Print
- Lesbarkeit in digitalen Interfaces
3) Farbsystem
- Primärfarben
- Sekundärfarben
- Neutralfarben
- UI-Farben (Success/Warning/Error)
- Kontrastregeln (Accessibility)
4) Layout- und Grid-System
- Raster
- Abstände (Spacing Scale)
- Modulare Layoutbausteine
- Regeln für wiederholbare Strukturen
5) Bildwelt / Illustration / Icon-System
- Fotostil und Bildsprache
- Illustration-Stil
- Icons: Strichstärke, Eckenradius, Regeln
- ggf. Motion-Prinzipien
6) Templates für Teams
- Slide-Template
- Social Templates
- Doc Templates
- Sales Templates
- Recruiting Templates
7) Corporate Design Guidelines
- Do’s & Don’ts
- klare Regeln für alle Anwendungsfälle
- so kurz wie möglich, so klar wie nötig
Wenn diese Bausteine sauber definiert sind, wirkt dein Unternehmen sofort „wie aus einem Guss“.
Corporate Design System: Warum Unternehmen ohne System langfristig verlieren
Ein Corporate Design System ist das, was verhindert, dass eine Marke über Monate „verwässert“.
Typische Symptome ohne System:
- 5 verschiedene Blautöne im Umlauf
- Schriften werden nach Gefühl ersetzt
- Präsentationen sehen je nach Team komplett anders aus
- Social Assets wirken inkonsistent
- Website wird „Patchwork“
Ergebnis:
Das Unternehmen wirkt weniger professionell, auch wenn das Produkt gut ist.
Ein Corporate Design System macht genau das Gegenteil:
Es stabilisiert die Marke und macht Teams schneller.
Corporate Design Prozess: So läuft ein professionelles Projekt ab
Ein gutes Corporate Design entsteht nicht durch „wir machen mal Farben“, sondern durch einen strukturierten Prozess.
Phase 1: Analyse & Briefing
- Zielgruppe und Markt
- Wettbewerb und Differenzierung
- Markenwerte und gewünschte Wirkung
- wichtigste Touchpoints (Website, Produkt, Sales, Recruiting)
Phase 2: Design Direction
- 2–3 visuelle Richtungen
- Entscheidung für eine klare Route
- Designprinzipien definieren (modern, minimal, premium, etc.)
Phase 3: Systembau
- Logo-System
- Typografie-System
- Farbsystem
- Layout- und Grid-System
- Bildwelt, Icons, Assets
Phase 4: Anwendungen & Testing
- Website-Sektionen
- Pitch Deck Folien
- Social Templates
- ggf. UI-Screens (bei Tech/SaaS)
Phase 5: Guidelines & Übergabe
- Brand Guidelines
- Templates
- Figma Library / Assets
- klare Regeln für Nutzung
Der entscheidende Punkt ist Phase 4:
Corporate Design muss in echten Anwendungen funktionieren, nicht nur im PDF.
Corporate Design für Tech-Unternehmen & SaaS: Was ist hier anders?
Tech- und SaaS-Firmen brauchen Corporate Design, das digital skaliert.
Typische Anforderungen:
- Logo muss als Icon funktionieren
- Dark Mode muss bedacht werden
- Typografie muss UI-tauglich sein
- Farben müssen Accessibility berücksichtigen
- Produkt und Marketing müssen zusammenpassen
- Assets müssen schnell reproduzierbar sein (Growth Teams)
Viele Corporate Designs scheitern im Tech-Kontext, weil sie nur „branding“ denken, aber nicht „product + marketing“.
Wenn Corporate Design und Produkt-Design zusammenlaufen, entsteht ein riesiger Vorteil:
Deine Marke wirkt nicht nur hübsch – sie wirkt wie ein solides Produkt.
Was kostet Corporate Design für Unternehmen?
Corporate Design Kosten hängen vor allem vom Umfang ab.
Ein paar wichtige Faktoren:
- nur Logo + Basics oder komplettes System
- wie viele Anwendungen (Slides, Social, Docs, Web)
- wie umfangreich sind Guidelines und Templates
- wird UI/Produkt mitgedacht (bei Tech/SaaS häufig sinnvoll)
- gibt es mehrere Marken/Produkte unter einem Dach?
Wichtig:
Corporate Design ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Fundament.
Je besser das System, desto weniger Reibung hast du später in Marketing und Kommunikation.
Die 7 häufigsten Corporate Design Fehler (die Unternehmen später teuer bezahlen)
- Corporate Design ohne Systemlogik
Es gibt keine Regeln, Teams improvisieren. - Zu trendig statt skalierbar
Nach 12 Monaten wirkt es alt. - Farb- und Typo-System nicht digital gedacht
Website und Produkt wirken unstimmig. - Keine Templates
Jedes Asset kostet unnötig Zeit. - Guidelines sind unbrauchbar
Zu lang, zu theoretisch, niemand nutzt sie. - Keine echten Use Cases getestet
Design sieht im Mockup gut aus, bricht aber in der Realität. - Corporate Design wird nicht gepflegt
Dann beginnt Brand Drift: die Marke zerfällt schleichend.
Corporate Design Checkliste: Braucht dein Unternehmen ein neues System?
Wenn du 3 oder mehr Punkte mit „ja“ beantwortest, ist es Zeit:
- Unser Design sieht auf Website, Slides und Social unterschiedlich aus.
- Wir haben kein klares Typografie- oder Farbsystem.
- Teams erstellen ständig neue Varianten.
- Unsere Marke wirkt nicht so hochwertig wie unser Produkt.
- Wir wachsen und brauchen mehr Speed in Kommunikation.
- Wir planen Relaunch, Rebranding oder neue Märkte.
- Neue Mitarbeitende brauchen zu lange, um konsistent zu arbeiten.
Fazit: Corporate Design ist ein Wachstumssystem, kein „Design-Projekt“
Corporate Design ist nicht nur Optik.
Es ist ein System, das dein Unternehmen unterstützt bei:
- Vertrauen
- Conversion
- Skalierung
- Effizienz
- Differenzierung
Gerade für Tech- und SaaS-Unternehmen ist das entscheidend, weil Kunden nicht nur Features bewerten – sondern Professionalität und Stabilität.
Wenn du willst, mache ich ein Corporate Design Audit (Quick-Check)
Wenn du möchtest, analysiere ich deinen aktuellen Auftritt und gebe dir eine klare Einschätzung:
- Wo bricht das Corporate Design aktuell?
- Welche Elemente fehlen für ein skalierbares System?
- Was bringt euch sofort mehr Professionalität und Konsistenz?
- Welche Templates und Guidelines würden euch am meisten Zeit sparen?
👉 Schreib mir oder sichere dir einen Termin – dann bekommst du Klarheit.





